»In Vorher-Nachher-Fotografien fehlt das Ereignis, ob natürlich, menschengemacht oder in einer Verschränkung von beidem. Was in diesem Dazwischen festgehalten wird, ist eine Verwandlung des Raums, die nach einer architektonischen Analyse verlangt. Eine solche räumliche Interpretation aber ist nie eindeutig.«
Es gibt so gut wie keine Publikationen von ihm, für ein Gemälde nimmt er sich ein ganzes Jahr Zeit, für seine Fotoarbeiten entwickelt er die Hardware selbst, und die Software gleich mit, ausgestellt hat er in seiner Karriere überhaupt erst zwei Mal. Der studierte Ingenieur ist an Großprojekten der Faksimilierung und musealen 3D-Rekonstruktion beteiligt, und doch gilt sein Können vor allem dem eigenen, sich ebenso langsam wie brillant entwickelnden Werk.
Manuel Franquelo ist ein Künstler von seltener Radikalität: in der Autonomie...