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Alice Ceresa, Marie Glassl (Hg.): Die verlorene Tochter

Alice Ceresa, Marie Glassl (Hg.)

Die verlorene Tochter

Übersetzt von Marie Glassl

Gebunden, 240 Seiten

Erscheint am 20.10.2026

FR

Poetische Parabel, philoso­phische Stiltirade

Alice Ceresas Verlorene Tochter, für die sie 1967 den renommierten Premio Viareggio gewann, ist vieles in einem: Erzählung in rythmischen Versen, feministisches Pamphlet, poetische Parabel, philoso­phische Stiltirade.
Ausgehend von der biblischen Geschichte des verlorenen Sohns, der für die Verschwendung seines Erbes nur umso reichlicher belohnt wird, erschreibt Alice Ceresa die Figur eines rebellischen weiblichen Subjekts: eine Tochter, die sich erst verlieren muss, um sich in der Sprache ihrer Erzählung selbst zu erfinden.
Ceresas Poesie der Verschwendung arbeitet an den Grenzen dessen, was nicht oder eben doch gesagt werden kann und muss. Sie liefert den Beweis für die befreiende Kraft der Literatur und eröffnet in ihrer ­stilistischen Radikalität eine so unwahrscheinliche wie neue Art, Geschichten zu erzählen.

  • Feminismus
  • Erzählen
  • Poesie

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Deutsch

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Alice Ceresa

Alice Ceresa

Alice Ceresa, geboren 1923 in der Schweiz, lebte bis zu ihrem Tod 2001 als Übersetzerin, Journalistin und Schriftstellerin in Rom. Dort stand sie der literarischen Avantgarde ebenso nahe wie der feministischen Bewegung. Ihr Schreiben hinterfragt die sprachlichen und politischen Hegemonien eines exklusiven gesellschaftlichen »Wir«, zielt auf die sprachliche Darstellung ­dessen, was nicht gesagt werden kann.
Marie Glassl

Marie Glassl

Marie Glassl sucht Dramaturgie, Kuration und Publizistik jenseits von disziplinären und sprachlichen Grenzen durch den Begriff der Übersetzung zu verbinden. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt dabei auf den Materialitäten und Materialisierungen sprachlicher Subjektivierungen und der frühen feministischen Tradition Italiens.

Sie ist künstlerische Programmleiterin von DIAPHANES Literatur und Herausgeberin der Werke Alice Ceresas und der Reihe aktion_fiktion, einer mehrsprachigen Serie poetisch-performativer Interventionen. Als Mitherausgeberin des Magazin DIAPHANES präsentiert sie auch eine Reihe von Interviews mit aktuellen Akteuren aus Kunst und Diskurs. Seit 2024 ist sie künstlerische Leiterin des andauernden interdisziplinären Ausstellungs- und Researchprojekts On Wasted Grounds.

Sie schreibt und spricht regelmäßig zu literaturwissenschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen u.a. an der Akademie der Künste Berlin, dem Royal College of Arts London, dem Migros Museum Zürich, der HfK Bremen und Bolzano Danza. In ihrer performativen Praxis kooperiert sie mit transdisziplinären Kunstschaffenden, Institutionen und Museen wie Emma Waltraud Howes, Constanza Macras/ Dorkypark oder der Biennale Venedig.

Marie Glassl übersetzt Poesie und politische Theorie aus dem Italienischen und Englischen, u.a. Texte von Ines & Eyal Weizman, Roberto Esposito, Allison Grimaldi Donahue und NourbeSe Philip.
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