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Wissenschaft

Unstable constructs of identity
Unstable constructs of identity

Susanne Witzgall

The Digital Self and the Subject Under Strain

People use representations of themselves – be they visual, written, material or mental – as an aid to securing the self, even though the precarious balance that exists between the representation and the represented is already well known. According to Zirfas and Jörissen, in spite of any misgivings about the self-image, it is nevertheless something that allows the subject to distil his or her own relation to the world into something “comprehensible and tangible,” and “stabilising unstable constructs of identity.”... OPEN
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We need more planetary dimensions!

My life-long engagement in the project of nomadic subjectivity rests on a specific cartography of our globalised times, marked by large-scale and technologically-mediated transformations of our social, economic and political universes. I start from the assumption that, as a result of these upheavals, traditional forms of self-representation, familiar cultural points of reference and age-old habits of thought are being re-composed, albeit in contradictory ways.

Our historical context is marked by the schizoid structure of technology-driven advanced capitalism, as Deleuze and Guattari lucidly put it. Examples of the non-linear and internally contradictory ways of the working of this system are the vast accumulation of wealth alongside growing disparities in income, well-being and access to the very technologies that sustain our economy. Another example is the paradox of a world economy linked by a thick web of transnational flows of capital and labour, which functions through different forms and speeds of mobility, including...

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Fragility is the only thing I really know about me

I am not a very balanced person. I am fragile and sad – almost as described in Triste Tropiques by Claude Lévi-Strauss. I feel both those adjectives, I grew up with them. I was aware of my fragility even when I was very young – a baby, learning to walk, living somewhere in Africa and already feeling that the number of white persons was very small compared to the number of black persons and also noticing that most of the black persons that I met were gardeners or maids. I felt – I am sure I am not lying – even at that very young age, not a sense of injustice, but a sort of guilt.

Guilt for what? My parents were nice people, they treated everyone well. My father was avidly learning languages, he spoke many African languages and also Pidgin English very well and he used to speak it...

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Multiculturalism and the Embodiment of Fear

Multiculturalism and the Embodiment of Fear

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Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
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Numerische Verhältnisse

ECTS ist ein Währungssystem, dessen Akkreditierungsagenturen ganz im Stile der Rating Agenturen fortwährend die richtige Bewertung ökonomischer Potenziale zu finden versuchen: Aus dem Umstand, dass »zwischen dem für das Erreichen der Lernergebnisse vorgesehenen und dem tatsächlichen Arbeitsaufwand erhebliche Diskrepanzen« festgestellt wurden, folgern die Autoren des Bologna Glossary im Jahr 2006 »einen erheblichen Bedarf an Informations- und Erfahrungsaustausch.« Geleistete Stunden sollen also besser abgebildet werden, um eine Währungserosion zu vermeiden und zu verhindern, dass am Ende ECTS-zertifizierte Akademiker wie Falschgeld durch den europäischen Wirtschaftsraum zirkulieren.

Wie aber sähe dieser Erfahrungsaustausch in den Geisteswissenschaften aus? Soll genau belegt werden, wie lange es durchschnittlich dauert, bis man Kafkas »Prozess« verstanden hat? Bis man einen Eindruck vom Verschwinden des modernen Menschen bekommen hat, das Foucault beschreibt? Oder bis man in kritischer Weise mit dem Begriff der »Kontrollgesellschaft« umzugehen weiß? Die »Diskrepanz« zwischen bescheinigter und geleisteter Arbeitszeit, um die die Akteure des Bologna-Prozesses sich sorgen, scheint...

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  • Bildungspolitik
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The Politics and aesthetics of participation

New forms of political participation formulate themselves in the public sphere. They are in most cases performed fully aware of the ambivalence, power and vulnerability of the body: in demonstrations or the occupation of buildings, street crossings or train tracks, in chaining themselves to buildings, suspending themselves from bridges or in sit-ins, or for example in the reckless hanging of protest banners. In these social movements the word movement – the corporeal activity – should be taken literally. A fact, which has hitherto not been paid much attention to in the theories of social movements, but which is of special interest from the perspective of a critical theory of modernity that locates the cultural patterns of society above all in the physical practices of the everyday, their micropolitics. For here the body is not only the medium of protest, inasmuch as that it is the carrier of the signs and symbols of...

  • Körper
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  • Performativität
  • Participatory Culture

 

»Platon ist unser Zeitgenosse.«
»Platon ist unser Zeitgenosse.«

Alain Badiou

Platons ›Staat‹

Nach sechsjähriger Arbeit legt Badiou seine mutige Neuübersetzung von Platons ›Politeia‹ vor, in der sich philosophisches und literarisches Talent kongenial verbinden. In Badious ›Staat‹ sind Sprache und Denken der Akteure radikal modern und enthüllen so nicht nur eine neue Sicht auf ein jahrtausendealtes Werk, sondern schärfen den Blick auch für die brennenden Fragen unserer Gegenwart. Badiou wechselt zwischen wort- getreuer Übersetzung und freier Improvisation, unterteilt den Text in sechzehn statt in zehn Kapitel, modernisiert seine Bilder, erweitert seinen historischen Rahmen...
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Lesen lernen im Zeichen der Desokkupation

Lektürekurse nehmen Rekurs aufs Lesen in der Regel so, dass der Lesevorgang als eine Technik oder Kunst der Inbesitznahme des Textes, seine Bedeutung freizusetzen, um ihrer habhaft zu werden und sie festzuhalten, vorausgesetzt erscheint. Wer liest, ist gehalten, auf bekannte und erprobte Zugriffstechniken zurückzugreifen, die zwischen Hermeneutik und Maieutik oszillieren: den Widerstand des sperrigen Textes zu brechen, den Widerspenstigen auf den Begriff zu bringen: dem Bedeutungstragenden und -trächtigen, aber -trägen, die Bedeutung, und läge die in Bedeutungslosigkeit, abzumerken, um die Verbindlichkeit der entbundenen Bedeutung gegen den materialen, maternalen Textleib, der ihr immer wieder zur Geburt verhelfen soll, an dem also als an einem mütterlichen, muttersprachlichen, an einer mater festgehalten werden muss, um ihn immer wieder loszuwerden, immer wieder beizuziehen, auszuspielen. Der generative Schattenriss des Lesevorgangs als fortwährende, fortwährend unterbrochene und wiederaufgenommene Entbindung eines Kindes (das nicht sprechen, sondern einzig die Bedeutung, die ihm zugesprochen wird, schweigend verkörpern soll) aus dem...

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Aktuelle Texte

Aussichten der Fehlinvestition

Die Spielräume für spezifische, ihr Arbeitsfeld umgestaltende Intellektuelle sind nach Bologna dagegen beachtlich gering; alle Experimente mit Studium, Lehre und Forschung scheinen zwischen aufgerüsteter Bürokratie und neuer Marktlogik gefangen. Akademiker, die mehr wollen, können sich aber weiter als öffentliche Intellektuelle Angelegenheiten zuwenden, die nicht in ihrem Stundenplan oder ihrer Stellenbeschreibung stehen – Demokratie im globalen Zeitalter, geistiges Eigentum und abhängige Arbeit in der Wissensgesellschaft, die Zerstörung und Vernutzung knapper Ressourcen, der technisch, ästhetisch und biopolitisch verfügbar gemachte Körper. Selbst wenn auch die Spielräume dafür im professoralen Bereich sinken sollten, hindert das niemanden anderen an Initiativen. Tatsächlich hat der akademische Betrieb offene Ränder, an denen die genannten Debatten geführt werden. Man kann hier sogar den Mechanismus erkennen, den ich oben abstrakt und historisch umrissen habe: Was als Führungswissen und orientierende Ideologie in Frage käme, wird von so vielen Kräften beansprucht und ist auf so viele nicht ganz befugte Akteure verteilt, dass es...

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