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Literatur

"Curriculum Vitae in Pictures“

Maria Zinfert (Hg.)

Kracauer. Photographic Archive

Kracauer. Photographic Archive presents  largely unknown material from the estate of the German-American theorist of film and photography, ­Siegfried Kracauer and his wife and assistant Elisabeth, known as Lili. The single and group portraits, still lifes, street scenes and landscapes collected in this book all come from the estate of Siegfried Kracauer. Published here for the first time, they are an extensive and representative selection from the enlargements, contact sheets and rolls of film originally archived by Lili Kracauer. With...
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Maria Zinfert
“With a woman like that you can even live in ­Berlin”

“With a woman like that you can even live in ­Berlin”

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Neuerscheinungen
Simon Critchley: Gedächtnistheater
Georges Perec: Die dunkle Kammer
Frédéric Morlot, Anne-Margot Ramstein: Albert Einstein's Bright Ideas
Jochen Beyse: Fremd wie das Licht in den Träumen der Menschen
Yan Marchand, Vincent Sorel: Diogenes the Dog-Man
J.G. Ballard: Betoninsel

 

Themen
Georges Perec

Wer bin ich? Was bin ich? Woran bin ich?


Auf der anderen Seite der Straße sind drei Tauben lange reglos auf dem Dachgesims sitzen geblie­ben. Über ihnen, zur Rechten, raucht ein Schorn­stein; verfrorene Spatzen sitzen hoch oben auf den Regenrinnen. Unten auf der Straße herrscht Lärm.


Montag. Neun Uhr morgens. Ich schreibe schon seit zwei Stunden an diesem Text, den ich seit langem versprochen habe.


Die erste Frage ist sicherlich die folgende: warum habe ich bis zum letzten Augenblick gewartet? Die zweite: warum dieser Titel, warum dieser Anfang? Die dritte: warum fange ich damit an, dass ich diese Fragen stelle?


Was ist eigentlich so schwierig? Warum fange ich mit einem Wortspiel an, das so hermetisch ist, dass nur eine kleine Anzahl meiner Freunde darüber lächeln muss? Warum fahre ich mit einer Beschreibung fort, die so gespielt neutral ist, dass jeder versteht, dass ich nur deshalb so früh aufge­standen bin, weil ich sehr im Rückstand war, und weil es mir peinlich ist, dass...

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Tilmann Buddensieg

Zu Nietzsches zwei Venedig-Gedichten

Mein venezianischer Freund Vitale Zanchettin hat auf meine Bitte hin nachgefragt und im stattlichen Haus zwischen dem Fondaco dei Tedeschi und der Rialto-Brücke einen Restaurantbesitzer angesprochen. Er hat spontan von Familienerinnerungen an Nietzsche berichtet. Die Trattoria ist seit Generationen in Familienbesitz. Die Großmutter des heutigen Eigentümers konnte sofort das Zimmer zum Canal Grande und das Fenster zum Ponte Rialto aus Erzählungen der Eltern identifizieren. Das Zimmer Nietzsches im Mezzanin, zweites Fenster von links, ist heute die Küche der Trattoria mit dem Namen „Dal Buso“. Das ist ein obszönes venezianisches Dialekt-Wort für Loch und erinnert drastisch an das Kurtisanen-Viertel, in dem Nietzsche dieses Gedicht schuf.

  • Venedig
  • Poesie
  • Literaturwissenschaft
  • Nietzsche

 

The world is all that is the case
The world is all that is the case

Françoise Armengaud, Annabelle Buxton

Wittgenstein’s Rhinoceros

The two young men meet up at the Cambridge railroad station. While waiting for the train, they browse the shelves of the station bookshop. All of a sudden, Wittgenstein grabs Pinsent’s arm: “Look at the title of this book!” “What a coincidence!” exclaims Pinsent, “It is perfect for you!” Both start to laugh. They purchase the novel of a famous English detective novelist entitled A Rhinoceros in the Library. Wittgenstein is very excited. “David, listen carefully,” he says to Pinsent. “I already have three things...
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Joseph Mitchell

»Der beste Reporter, der je für den New Yorker schrieb«

Der umtriebigste aller Calypsosänger ist ein Mann, der sich Wilmoth Houdini nennt. Er hat Trinidad vor ein paar Jahren verlassen und sich als Schmierer auf einem Frachtschiff seine Passage nach New York verdient. Gelegentlich kehrt er zu einem längeren Besuch nach Trinidad zurück, wo er seinen Unterhalt mit Auftritten als »The Calypso King of New York« in den Lichtspielhäusern von Port of Spain bestreitet. Die meiste Zeit lebt er jedoch in einem möblierten Zimmer in der 114th Street West in Harlem, wo es eine große Kolonie von Einwanderern aus Trinidad gibt. In seinem Pass steht der Name Edgar Leon Sinclair, aber in Harlem heißt er nur Mr. Houdini. Zu diesem Namen wurde er durch einen Fortsetzungsfilm über den Zauberer Houdini angeregt, den er 1916 gesehen hat. Er war der erste Calypsosänger, der Schallplatten aufgenommen hat. Von den mehr als eintausend Liedern, die er geschrieben hat, wurden mittlerweile etwa sechshundert auf Schallplatte...

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  • USA
  • Reportagen
Saša Asentić, Ana Vujanović

ANOTHER DIGRESSION. BELIEVE IT OR NOT

After the self-abolition of this performance as an art work in the 3rd phase, we comprehend the work as an artistic means, a methodological tool which we wish to share with contemporary dance and performance artists, who are willing to reflect their contexts and public work and with all who have something to say about the structure of the global World of contemporary dance and performance.

We would like to invite you to join us in this research and to develop your own “private bio-politics” – thinking about which other stories could be told about symbolical ownership over history and concepts, about the monopolizing of the global dance and performance scene, and about the patronization of “the backward” and “the always late (comers)”.

We would usually propose to start with a discussion or an after talk moderated by a (local / present) theorist, artist or in this case by you on the spot....

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