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Kunst

Ein Taschenuniversum für Denker und Sinnierer

Yves Netzhammer

Concave Thoughts

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  • Gegenwartskunst
  • Ding
  • Digitale Bilder
  • Das Unheimliche
  • Digitale Ästhetik
Jean-Luc Nancy

»Körper in Ausdehnung, zum Bersten gespannt«

Ein anderer – wenn er ein anderer ist, so ist er ein anderer Körper. Ich hole ihn nicht ein, er bleibt auf Distanz. Ich beobachte ihn nicht, er ist kein Objekt. Ich ahme ihn nicht nach, er ist kein Bild. Der andere Körper spielt sich in meinem noch einmal. Er durchquert ihn, macht ihn beweglich oder stachelt ihn an. Er leiht oder schenkt ihm seinen Schritt.

Mehr als einmal hat man im Blick auf einen Tänzer oder eine Tänzerin v­eranschaulicht, was man einst Empathie oder Intropathie nannte: die Reproduktion des anderen in sich – der Widerhall, die Resonanz des anderen.

Der andere da drüben, nah in seiner Entfernung, gespannt, eingefaltet, entfaltet, verbogen, hallt in meinen Gelenken wider. Ich nehme ihn eigentlich weder mit den Augen noch mit dem Gehör noch durch Berührung wahr. Ich nehme nicht wahr, ich halle wider. Hier bin ich, gekrümmt von seiner Krümmung, geneigt...

  • Körper
  • Tanz
  • Leib-Seele-Problem
  • Ästhetik
  • Descartes
Milo Rau, Andreas Tobler

Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

  • Denkt Kunst
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  • Ästhetik
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  • Reenactment
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News + Veranstaltungen

Screening: Filme von Yves Netzhammer

24.02.2017, 18:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Ausstellung: Yves Netzhammer: Concave Thoughts

27.01.2017 – 03.03.2017

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

Neuerscheinungen

 

Themen
Caroline Jones

Art, science and the server-user-mode

The question is: what kinds of subjects are we becoming, in these networked brains embedded in their fleshy, neuronal viscera? And are these art-implicated subjects finding their parallel in science? Now more than ever we need to think about ›experience‹ as embodied thought – now when that ›cavern‹ and the thick, sensory envelope that populates it with consciousness is studded with earphones, zooming in psychopharmaceuticals, extended with prostheses, dazzled by odorless tastes and tasteless odors, transported by new media, and buzzing with ideas. You will say: this is not the first moment we have confronted such questions. But if the Dadaists anticipated prosthetic subjecthood, their experience was of an intact head with attachments. The complexity of input and internalization in contemporary art, and the sheer scope of scientific interpellation of us as subjects, is a world away. Artists attempt to materialize the sense data of contemporary subject positions. Materialization is...

  • Ernst Mach
  • Gegenwartskunst
  • Bruno Latour
  • Experiment
  • Künstlerische Forschung

 

Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
  • Serialität
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  • Film
  • Denkt Kunst
Bice Curiger

Pipilotti Rist definiert den neuen Weltmittelpunkt

Die Kamera saust und fliegt wie ein Vogel die Fassade rauf und wieder runter, um dann in einem Close-up auf Pipilotti Rists Gesicht zu landen. Dieses faltet sich an der Scheibe unter ständiger Bewegung immer wieder neu zu Furcht erregenden Wülsten. Lippen zerdrücken sich und wuchern als rosa Geschwür, die Nase flutscht nur so weg oder wächst an zum Schweinerüssel, während der Hals, die Backen als einzige modellierbare, quellende Masse sich mit grünen und roten Schminkresten verrühren. Die Haut brennt allein vom Zusehen ob der furiosen Reibungsenergie, die sich zwischen Scheibe und Körper entäußert. Immer wieder werden die groß sich öffnenden Augen der Künstlerin sichtbar, und einer ihrer klaren, zuweilen koketten, fordernden Blicke an die Betrachter durchdringt das Glas und damit den Bildschirm auf dem Gebäude am Platz der Plätze der Neuen Welt. 


An diesem Ort erfährt nicht jeder Eingriff eine besondere Aufladung. Doch Pipilotti Rist spielt hier als schöne...

  • Blick
  • Installation
  • Performance
  • Gegenwartskunst
  • Körper
Stanislaus von Moos

Notes on Swiss-Californian Architecture and »Counter-Culture«

Zurich and the ‘gnomes of Zurich’ have long become colloquial bywords for the obscure financial transactions in the years immediately preceding World War II, transactions that left a stain in the publicly perceived record of the Alpine confederation. What is less known is that the city and the country had also played a considerable role in organizing and consolidating the kind of architectural cosmopolitanism that turned out to become the leading visual idiom (if not the “ruling taste”) of the Pax Americana. In fact, this kind of Swiss postwar cosmopolitanism may not even be entirely unrelated to the prewar sacrifice of political innocence, in so far as both are due to the peculiarly Swiss mix of pragmatism, political neutrality and anticommunism. This mix appears to have contributed much to the lure of Switzerland as an island of peace in the heart of Europe where milk and honey appeared to flow,...

  • Architektur
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  • 1960er Jahre
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