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Kunst

Lawless: Clouds Reprise
Lawless: Clouds Reprise

Ute Holl

The Moses Complex

The Moses complex derives its actuality from recalling the emergence of cultures as fields of mutually engendering relationships. From the perspective of media studies, which is a science of differential relationships between materialities and immaterialities, noises and messages, channels and signals, apparatuses and perceptions, the relationship to God or gods turns out to be one between people and their systems of thought. So media studies argues against fundamentalism, whether ontological, anthropological, or technicistic. The figure of Moses is a decisive node...
  • Danièle Huillet
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  • Arnold Schönberg
  • Jean-Marie Straub
  • Gemeinschaft

 

Themen
Aktuelle Texte

Alain Badiou

The artist is the neutral element

1. Art is not the sublime descent of the infinite into the finite abjection of the body and sexuality. On the contrary, it is the production of an infinite subjective series, through the finite means of a material subtraction.


 


2. Art cannot merely be the expression of a particularity (be it ethnic or personal). Art is the impersonal production of a truth that is addressed to everyone.



3. Art is the process of a truth, and this truth is always the truth of the sensible or sensual, the sensible qua sensible. This means: the transformation of the sensible into an happening of the Idea.



4. There is necessarily a plurality of arts, and however we may imagine the ways in which the arts might intersect there is no imaginable way of totalising this plurality.



5. Every art develops from an impure form, and the progressive purification of this impurity shapes the history both of...

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Aktuelle Texte

Frank Schirrmacher

Ruedi Widmer im Gespräch mit Frank Schirrmacher

Frank Schirrmacher Das Universum wird heute in den Maschinen gespeichert. Das ist das Credo der NSA: Um die Nadel im Heuhaufen zu finden, brauche ich den Heuhaufen. Da Prinzip ist, so viel wie immer möglich in diesen Kosmos reinzuziehen, um daraus anschließend Werte oder Sinn zu generieren.


 

Ruedi Widmer Zu entscheiden, was die entscheidende Information ist, wäre ja eigentlich Sache der Gemeinschaft, in deren Auftrag oder Namen eine NSA zumindest vorgeblich operiert. Diese Gemeinschaft gestaltet, wenn man sie sich als demokratisch verfasst vorstellt, ihre Zukunft. Wie Sie sagen, bekommt, wer Alternativen vorschlägt, die Antwort: Es gibt keine Alternative. Und daran scheint man sich zu gewöhnen. Ich denke, die Gesellschaft ist paralysiert, weil sie pluralisiert ist. Vor der Automatisierung kommt die Atomisierung.


 

Frank Schirrmacher Das entspricht ja zunächst dem Stand der klassischen kritischen Theorie der 60er Jahre. Jetzt aber ist, wie Sie richtig sagen, die Gesellschaft in einen Prozess der Automatisierung eingetreten. Das...

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One plus one equals other
One plus one equals other

Dieter Mersch

Epistemologies of Aesthetics

We  identified ‘showing’—rather than ‘saying’—as the primary self-manifestation of the aesthetic. By ‘showing’ and ‘manifestation’ we do not mean expression, but exhibition and exposition. Wherever works work only with aisthēta and relevance is drawn from perceptions or things and their materiality—from every nuance of coloring, from the way in which objects are framed or combined, from the position of a detail, from the interval between two notes and their microtonal succession or arrhythmic placement, from any hesitation of physical feeling,...
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Aktuelle Texte

Sergej Eisenstein

»Was sich bewegt, ist also beseelt…«

Genau dieser Prozess ist es, den Disney in seinen Zeichnungen spürbar und gegenständlich darstellt.

Das sind nicht nur Wellen, die auf die Bordflanken eines Dampfers faktisch »einboxen« (und der bekannten Formel des Komischen folgend, in ihren Umrissen zu Boxhandschuhen werden!).

Es ist auch das erstaunliche, plastische Spiel der Konturen von Disneys Zeichnungen.

Bei Verwunderung dehnen sich die Hälse.

Bei panischer Flucht strecken sich die Beine.

Bei Angst zittert nicht nur der Held, sein Umriss ist gewellt.

Hier, in diesem Element der Zeichnung, wird das wirksam, was ich mit so vielen zitierten Beispielen belegen wollte.

Das ist eine hochinteressante Erscheinung.

Wenn sich der Hals eines Pferdes oder einer Kuh vor Schreck dehnt, dann dehnt sich die Darstellung der Körperfläche und nicht der Umriss als selbständiges Element!

In einer solchen Halsdehnung fehlt noch das, was über das »schleichende« Gebirge und den »schwellenden« Umriss des Hügels angemerkt wurde.

Erst wenn der Umriss des Halses über die möglichen Grenzen einer Halsdehnung hinauswächst, verkörpert er...

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Aktuelle Texte

Hans Ulrich Gumbrecht

Ruedi Widmer im Gespräch mit Hans Ulrich Gumbrecht

Gegenwärtige Politik kann nicht anders, als zuerst die Gestaltbarkeit der Zukunft zu behaupten und sich hinterher im Krisenmanagement und in der Alternativenlosigkeit zu arrangieren. Das Resultat ist das Gegenteil einer besseren Zukunft, es ist ein großes Gulasch. Das Web ist die Allegorie davon, und zugleich eine der wesentlichen Ursachen. Alles ist immer schon zuhanden, und da alles grundsätzlich gleichviel gilt, wird das Anliegen der größeren Lebens-Intensität just von dem Freiheitsbestreben neutralisiert, auf dem es beruht. Es ist wie diese sinnbildliche Situation, die ich einmal in Brasilien erlebte: Zwei junge Paare im Ausgang, und alle vier sind gleichzeitig am Telefonieren mit jemandem, der nicht da ist.

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