Nutzerkonto

Diskurs

Angewandte Gesellschaftskunst
Angewandte Gesellschaftskunst

Artur Żmijewski, Sandra Frimmel (Hg.), ...

Kunst als Alibi

Hat die moderne Kunst irgendwelche sichtbaren gesellschaftlichen Folgen? Kann man die Effekte künstlerischen Wirkens sehen oder verifizieren? Hat die Kunst noch eine andere politische Bedeutung, als der Prügelknabe für Populisten zu sein? Kann man mit der Kunst diskutieren, und lohnt sich das noch? Und vor allem: Was führte dazu, dass solche Fragen heute mit einem Anschlag auf ihr Wesen gleichgesetzt werden? Die Kunst strebte seit Langem danach, Autonomie zu erlangen und sich von allem zu befreien, was sie für andere Zwecke...
  • Künstlerische Praxis
  • Politische Ästhetik
  • Performativität
Aktuelle Texte
Es gibt kein absolutes Besonderes.

Rolf Bossart, Milo Rau

Es gibt kein absolutes Besonderes.

OPEN
ACCESS
EN
  • Humanismus
  • Künstlerische Praxis
  • Postmoderne
  • Realismus
  • Kunsttheorie
  • Reenactment
News + Veranstaltungen

Dauerausstellung »Gesichtsüberwachungsschnecken« von Yves Netzhammer

05.09.2017 – 05.09.2018

U-Bahn-Station Altes Landgut (U1)
1100 Wien
Österreich

Sturm auf den Winterpalast: Geschichte als Theater

23.09.2017 – 25.10.2017

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee 8
8001 Zürich
Schweiz

Sounds of Resistance: Straub/Huillet/Schönberg

07.10.2017 – 14.10.2017

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

Straub/Huillet: Sagen Sie's den Steinen

13.09.2017 – 19.11.2017

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

Anthropocene Lecture: Bruno Latour

29.09.2017, 19:00

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte
Mama Say Make I Dey Go, She Dey My Back

Jelili Atiku, Damian Christinger

Mama Say Make I Dey Go, She Dey My Back

OPEN
ACCESS
DE
  • Performance
  • Afrika
  • Ritual
  • Feminismus
  • Körper
  • Zeremonie
  • Kolonialismus
  • Spiritismus

 

In 62 Episoden bis zum Tod
In 62 Episoden bis zum Tod

Gertrud Koch

Breaking Bad

Albuquerque, New Mexico, eine Stadt in der Wüste und Zentrum des zweitärmsten Bundesstaates der USA bewirbt ihre Schönheiten mit dem Slogan »It’s a trip.« Viele treten ihn an, weil die Stadt unter ihren rund 500.000 Einwohnern fiktionalen Zuwachs bekommen hat: Die Figuren einer Fernsehserie des sogenannten Quality TV, Breaking Bad. Die von Vince Gilligan entwickelte Serie ist diesem Slogan gefolgt: Der Trip ist einer, der aus den kleinbürgerlichen, angloamerikanischen Bezirken der Wüstenstadt mit ihren säuberlich aufgereihten Häusern samt Swimming­pool, Barbecue...
ABO
  • Gegenwartskultur
  • Gewalt
  • Drogen
  • Das Böse
  • Fernsehen
Aktuelle Texte

Vinzenz Hediger

Was heißt es, wenn das Wissensregime der Kunst von einem neuen Medium Besitz ergreift?

Der Künstler ist auf den Kritiker angewiesen und der Kritiker auf den Künstler. Ihre Symbiose ist geknüpft an starke Gefühle, die der Erfahrung von Abhängigkeit und Macht entspringen. Der moderne Künstler muss sich vom Publikum unabhängig erklären und sucht schließlich doch die Gunst des ­Publikums und des Kritikers, der Kritiker hält seinen Abstand zu beiden (auch das eine doppelte Beziehung). Das Publikum muss sich »immer durch den Kritiker vertreten fühlen« und doch »stets Unrecht erhalten«, denn für Kritiker sind »seine Kollegen die höhere Instanz«, wie Benjamin schreibt, »nicht das Publikum.« So bilden Künstler, Kritiker und Publikum eine Struktur, in der ein komplexes Hin und Her von Zuneigung und Zurückweisung seinen Ort findet: Das Melodrama der modernen Kunstkritik, in welchem immer wieder alle drei Akteurtypen als über Gebühr Befangene, wenn nicht Gefangene erscheinen. 


Als weiteres Hindernis auf dem Weg zu einer möglichen Einheit von Kunst und Kritik enthält das System der...

ABO
  • Künstler
  • Film
  • Jean-Luc Godard
Aktuelle Texte

Erich Ribolits

Kritik als Widerstand gegen das Regiertwerden

Mit Bildung – als jenem Begriff, mit dem die Herausbildung des selbständigen Vernunftgebrauchs umschrieben wird – wird nach Kant bloß innere Freiheit angestrebt. Äußere Freiheit dagegen ist für ihn dezidiert nicht das Ziel von Bildung! Diesbezüglich formuliert er unmissverständlich, dass der Mensch im, wie er es bezeichnet, »bürgerlichen Amte«, also in Ausübung einer Funktion in der Gesellschaft, bloß Werkzeug sei und deshalb gehorchen müsse. Mit dieser Dichotomisierung von Freiheit definiert Kant das wohl wesentlichste und gleichzeitig am häufigsten verdrängte Bestimmungsmerkmal jener Idee menschlicher Weiterentwicklung, die unter dem Begriff Bildung in der Folge Furore gemacht hat und die den Umgang mit Lernen in den deutschsprachigen Ländern Europas bis heute massiv prägt: Bildung meint Selbstbeherrschung, nicht jedoch Widerstand gegen politisch auferlegte Herrschaft!

In letzter Konsequenz überschreitet Kant mit seiner Theorie des Erlangens von Mündigkeit durch den autonomen Vernunftgebrauch die Vorstellung des regierungsbedürftigen Individuums somit nicht wirklich. Trotz seiner Aufforderung, Mut zum autonomen Gebrauch des Verstands...

OPEN
ACCESS
  • Kant
  • Universität
  • Michel Foucault
  • Bildung
  • Kritik