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Diskurs

The future has never looked older
The future has never looked older

Tyler Coburn

Ergonomic Futures

Nothing under the sun, no matter how unbelievable or fantastic, is immune to the pressures of evolution. Take science-fiction. The Force, the mind meld—the entire field of psionics, for that matter—have the look of yellowing comic books, the taste of stale popcorn. They would have gone the way of the dodo, if not for the magic of capital. Hollywood has proved to be more powerful than natural selection, building menageries in the form of franchises, gilding cages for endangered ideas.... ABO
  • Cyborg
  • Ergonomics
News + Veranstaltungen

Gespräch mit Jean-Luc Nancy: Stören! – Strategien politischer Intervention

13.06.2017, 19:30

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Deutschland

 

Themen
Aktuelle Texte

Jacques Rancière

Eine Ästhetik der (Er)kenntnis

Was ist unter der Anrufung einer »Ästhetik der Erkenntnis« zu verstehen? Offenbar geht es nicht darum, dass die Formen der Erkenntnis eine ästhetische Dimension hinzuziehen sollten. Der Ausdruck setzt voraus, dass eine solche Dimension nicht beizufügen ist wie ein zusätzliches Ornament, sondern ohnehin da ist, als eine unmittelbare Gegebenheit der Erkenntnis. Es bleibt zu sehen, was dies beinhaltet. Die These, die ich vorstellen möchte, ist einfach: Von einer ästhetischen Dimension der Erkenntnis sprechen, heißt von einer Dimension der Unwissenheit sprechen, welche die Idee selber und die Praxis der Erkenntnis zerteilt.


 

Diese Aussage beinhaltet natürlich eine vorhergehende These zu dem, was »Ästhetik« heißt: Ästhetik ist nicht die Theorie des Schönen oder der Kunst, und auch nicht die Theorie der Sinnlichkeit. Ästhetik ist ein historisch bestimmter Begriff, der ein spezifisches Regime der Sichtbarkeit und Verständlichkeit der Kunst bezeichnet, der sich in eine Rekonfiguration der Kategorien sinnlicher Erfahrung und ihrer Interpretation einschreibt. Diesen neuen...

  • Ästhetik
  • Kunst
  • Alain Badiou
  • Gegenwartskunst
  • Kunstwerk
Aktuelle Texte

Stephan Packard

Vom Scheitern und vom Widerstand als Widerstehen

Koordinatoren sind manchmal Wissenschaftler, die an der Hochschule forschen und lehren und nebenher diesen Teil der Administration im Zuge der sogenannten akademischen Selbstverwaltung (↑ Schalter) erledigen. Manchmal tun sie es auch nicht nebenher, sondern hauptberuflich: Dann haben sie eine Koordinatorenstelle, was alles von einer unbefristeten Verbeamtung bis zu semesterweisen Werkverträgen bedeuten kann. Manchmal sind die Koordinatoren auch keine Fachvertreter, sondern arbeiten in der Universitätsverwaltung. Dann werden sie regelmäßig beschuldigt, ohne Sachkenntnis die Details der Lehre regeln zu wollen – während die Kollegen sie ständig ermahnen, dem unsachlichen Gerede der Wissenschaftler nicht nachzugeben, weil die Verwaltung sonst nicht mehr bewältigt werden kann. Die Wissenschaftler unter den Koordinatoren hören dann genau diesen Vorwurf von ihren Ansprechpartnern in der Verwaltung, während die Kollegen im Fach ihnen ihren bürokratischen Ordnungswahn vorwerfen. Alle diese Vorwürfe geschehen stets zu Recht. Bisweilen gibt es neben den Bologna-Koordinatoren auch »Bologna-Beauftragte« oder »Studiengangskoordinatoren«, sodass sich die Verwirrung um Aufgaben und Kompetenzen...

  • Bürokratie
  • Bologna-Prozess
  • Widerstand
  • Universität
  • Institution

 

Catherine Ingram, Andrew Rae

Wo ist Warhol?

STUDIO 54: Das New York der 1970er-Jahre war im Vergleich zu heute eine völlig andere Stadt. Vor dem Hintergrund hoher Kriminalität, politischer Unzufriedenheit und sozialer Ungleichheit schufen Steve Rubell [1] und Ian Schrager [2] in einem alten Fernsehstudio in Manhattan eine Insel des Hedonismus – das berühmt-berüchtigte Studio 54. Andy Warhol ließ sich fast jede Nacht dort sehen. Zu seinem Kreis gehörten Elizabeth Taylor [3], Liza Minnelli [4], Elton John [5], Yves Saint Laurent [6] und Truman Capote [7]. Warhol umgab sich am liebsten... OPEN
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  • Andy Warhol
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Aktuelle Texte

Maren Lehmann

Die Vorlesung ist die wilde Version des Lesens

Die Vorlesung gelingt, wenn sie die Unterscheidungen innen/außen (positives Arrangement zum Beispiel von Körpern und Dingen), flach/nichtflach (negatives Arrangement zum Beispiel von Bildern und Schriften) und die Unterscheidung beider Arrangements unentschieden lässt. Das heißt: Sie gelingt nur von Moment zu Moment, sie ist ein dominant zeitliches Arrangement kommunikativer Ereignisse, das Körper, Räume und Bücher als Stabilitätsanker braucht, auf die sie aber im entscheidenden Moment nur im Sinne kontingenter Möglichkeiten rechnen kann – und auch nur so zu rechnen braucht. Aus dieser dominanten Zeitlichkeit resultiert die Fokussierung der Vorlesung auf das Hören, genauer: auf die Differenz von Sprechen und Hören. Die Kunst der Vorlesung besteht darin, zumindest diese eine Unterscheidung nicht unentschieden zu lassen. Das kann, weswegen die Vorlesung eine nach Möglichkeit kurze Episode ist, nicht lange gelingen und es kann überhaupt nicht gelingen, wenn nicht das Hören, sondern das Sprechen privilegiert wird. Im Kontext der Vorlesung ist die dominante Rolle immer...

  • Friedrich Schleiermacher
  • Bildung
  • Relationalität
  • Akustik
  • Lehre
Aktuelle Texte

Stephen Frosh

We are always part of an and and a between.

As it happens, in relation to questions of fragile identities, I think these are very useful words. One issue that has been confronted in recent discussions of identity has been whether it is singular or plural and if the latter, which is the predominant critical view, what kind of plurality is being evoked by the term? Specifically, are we talking about something that is fragmented or something that is multiple? Is the human subject notionally one, but through exposure to forces of various kinds, ranging from the excessive competing demands of post-modernity through to devastating trauma, it becomes a split subject? Or does the multiplicity of selves and identities (to run the terms together for a moment) reflect the simple reality of life – we are multiple beings, and our task is to do something with this multiplicity, not to wish it gone? It is this position that I would...

  • Judentum
  • Judith Butler
  • Familie
  • Identität
  • Hannah Arendt