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Diskurs

Catherine Ingram, Andrew Rae

Wo ist Warhol?

STUDIO 54: Das New York der 1970er-Jahre war im Vergleich zu heute eine völlig andere Stadt. Vor dem Hintergrund hoher Kriminalität, politischer Unzufriedenheit und sozialer Ungleichheit schufen Steve Rubell [1] und Ian Schrager [2] in einem alten Fernsehstudio in Manhattan eine Insel des Hedonismus – das berühmt-berüchtigte Studio 54. Andy Warhol ließ sich fast jede Nacht dort sehen. Zu seinem Kreis gehörten Elizabeth Taylor [3], Liza Minnelli [4], Elton John [5], Yves Saint Laurent [6] und Truman Capote [7]. Warhol umgab sich am liebsten... OPEN
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Milo Rau, Andreas Tobler
Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

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Tom McCarthy

“Obsessed with buffering”

I’ve become obsessed with buffering—or the narrator in my new novel is obsessed with buffering. He’s an anthropologist who has grown up reading Lévi-Strauss but he’s also a corporate anthropologist who is working for the Man. He’s putting culture in the service of capital. Like we all do, he spends most of his life staring at a screen, and he frequently encounters bouts of buffering. And the first thought he has is that this is not ultimately a technological situation, it’s a theological situation. Behind that little circle spinning on your laptop there’s this belief that somewhere in Uzbekistan, Nevada or Finland there are many Über-servers with satellite dishes generating and sending out data. “Data” means gift and these servers are gifting all this data to you in this unconditional act of endless generosity and data angels are dancing on the pinhead of your Wi-Fi. And this places you inside...

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News + Veranstaltungen

Yves Netzhammer: »Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe«

04.03.2017 – 23.04.2017

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster
Deutschland

»Aesthetics and the Alien: Straub/Huillet in ›Moses und Aron‹«

29.03.2017, 19:00

e-flux
East Broadway 311
10002 New York, NY
USA

Neuerscheinungen
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »Sturm auf den Winterpalast«
Inke Arns (Hg.), Sylvia Sasse (Hg.), ...: Nikolaj Evreinov: »The Storming of the Winter Palace«
Gertrud Koch: Breaking Bad, Breaking Out, Breaking Even
Kerstin Stakemeier (Hg.), Susanne Witzgall (Hg.): The Present of the Future
Artur Żmijewski, Sandra Frimmel (Hg.), ...: Kunst als Alibi

 

Themen
Elisabeth Bronfen

The Continuation of war in workplace

Mad Men makes use of personalized war remembrances, regardless whether they cannot or must not be forgotten, to negotiate the collective haunting of the nation. These war stories make up a shared cultural space that includes everyone, even while it also constitutes a consecutive series. If the founding of America was predicated on a war of independence, its subsequent history, punctuated as it is with further wars, finds, in the 1960s, a logical continuation of this violent struggle for self-definition in the war in South-East Asia. The notion of historical re-imagination negotiated in Mad Men thus also speaks to the repetition compulsion inscribed in America’s military interventions. 


A continuation of war in peacetime, however, also surfaces in the way that military jargon (and indeed military codes of conduct) not only informs the work environment at Sterling Cooper, but also helps shape the competition amongst the agencies on Madison Avenue. Early...

  • Amerika
  • Fernsehen
  • Erinnerung
  • Kriegserfahrung
  • 1960er Jahre
Ruedi Widmer

»Das Neue kann nur bestehen, wenn es überzeugte Freunde hat«

Der Post-Kritiker hat sich vom Geschmack als Mittel der volkspädagogisch verstandenen Emanzipation emanzipiert. Als eine besondere Form des avancierten Kulturkonsumenten ist er ein sich dem Regressionsverdacht wissentlich aussetzender Genießer oder Fan der Kunst und Kultur, von ihr angefressen oder gar vergiftet: Leseratte, Bücherverschlinger, Theaterbesessener, Musikliebhaber. Die Zunge (und die mit ihr besonders eng verbundenen Körper- und Seelenfunktionen) ist sein Zentral-Organ. Die Kultur-Sensation verbindet sein Nervensystem mit dem medienkonvergenten Echoraum des An­preisens und Abratens, des Erzählens und Erinnerns, des Beschwörens und Verdammens kultureller Ereignisse und Erzeugnisse. Wobei sich sein Appetit auch auf Dinge richtet, die nur in ­diesem Echoraum geboren werden, und als deren ritueller Geburtshelfer er sich ­betätigt: Stars, Celebrities, Legenden, Mythen, Skandale. Meinungs-Marktplätze (im digitalen Zeitalter sind sie gleich­zeitig Produktions-, Vermittlungs- und Absatzstätten der Kultur) sind sein Tummelplatz. Seine Nähe zur Konsumenten- und Produzentenseite, sein Eingebettet- oder Eingenistetsein in der kulturell-medialen Nahrungskette ist sein Potential. Im Unterschied zum prototypischen Kritiker,...

  • Kulturindustrie
  • Polemik
  • Gastrosophie

 

Zu einer Poetik des Seriellen
Zu einer Poetik des Seriellen

Elisabeth Bronfen (Hg.), Christiane Frey (Hg.), ...

Noch einmal anders

In seinem Essay »Circles« schreibt Ralph Waldo Emerson: »Our life is an apprenticeship to the truth, that around every circle another can be drawn; that there is no end in nature, but every end is a beginning; that there is always another dawn risen on mid-noon, and under every deep a lower deep opens.« Ein Ende als den neuen Anfang eines weiteren Zirkels zu verstehen, selbst mitten am Tag einen Morgen zu erahnen, folgt einer für die in diesem Band...
  • Denkt Kunst
  • Serie
  • Serialität
  • Film
  • Wiederholung
Stephan Packard

Vom Scheitern und vom Widerstand als Widerstehen

Koordinatoren sind manchmal Wissenschaftler, die an der Hochschule forschen und lehren und nebenher diesen Teil der Administration im Zuge der sogenannten akademischen Selbstverwaltung (↑ Schalter) erledigen. Manchmal tun sie es auch nicht nebenher, sondern hauptberuflich: Dann haben sie eine Koordinatorenstelle, was alles von einer unbefristeten Verbeamtung bis zu semesterweisen Werkverträgen bedeuten kann. Manchmal sind die Koordinatoren auch keine Fachvertreter, sondern arbeiten in der Universitätsverwaltung. Dann werden sie regelmäßig beschuldigt, ohne Sachkenntnis die Details der Lehre regeln zu wollen – während die Kollegen sie ständig ermahnen, dem unsachlichen Gerede der Wissenschaftler nicht nachzugeben, weil die Verwaltung sonst nicht mehr bewältigt werden kann. Die Wissenschaftler unter den Koordinatoren hören dann genau diesen Vorwurf von ihren Ansprechpartnern in der Verwaltung, während die Kollegen im Fach ihnen ihren bürokratischen Ordnungswahn vorwerfen. Alle diese Vorwürfe geschehen stets zu Recht. Bisweilen gibt es neben den Bologna-Koordinatoren auch »Bologna-Beauftragte« oder »Studiengangskoordinatoren«, sodass sich die Verwirrung um Aufgaben und Kompetenzen...

  • Universität
  • Widerstand
  • Bürokratie
  • Institution
  • Bologna-Prozess
Boris Groys

Ruedi Widmer im Gespräch mit Boris Groys

Boris Groys Wenn ich sage, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem dieser Anspruch der Welterschütterung durch die Kunst – und durch das Wort – an Relevanz verloren hat, dann meine ich damit, dass wir im Zeitalter des Kapitalismus leben. Was wir tun, besteht grundsätzlich in der Produktion und im Austausch. Dafür braucht es das grundlegende Einverständnis der Menschen mit der kapitalistischen Ordnung und allem, was dazu gehört. Ich habe nicht das Gefühl, dass das lange Zeit dauern wird. Die Märkte sind globalisiert, die politischen Mächte bleiben national verfasst. Dieser Widerspruch hält schon lange an, ist aber heute besonders virulent. Schon einmal – im ersten Weltkrieg – brach der internationale Handel, der ja fast während des gesamten 19. Jahrhunderts frei war, zusammen. Daraus resultierte das 20. Jahrhundert, mit allem, was dazu gehört. Auch mit einer ideologisch geprägten und radikalen Kunst. Die Erschütterung wurde damals nicht von der Kunst hervorgerufen, entfaltete aber in der Kunst und...

  • Demokratie
  • Mediengesellschaft