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Michael Bies: Ethnographie des Romans
Ethnographie des Romans
(S. 147 – 162)

Michael Bies

Ethnographie des Romans
Hubert Fichtes ›Forschungsbericht‹

PDF, 16 Seiten

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Michael Bies

Michael Bies

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur- und Wissensgeschichte seit dem 18. Jahrhundert; Darstellungsformen von Wissen; Literatur und Ethnologie; Poetiken des Einfallens, Herstellens und Erfindens.

Weitere Texte von Michael Bies bei DIAPHANES
Stephan Kammer (Hg.), Karin Krauthausen (Hg.): Hubert Fichtes Medien

Wenige Schriftsteller haben die Potenziale ihrer medialen Umwelt so konsequent genutzt wie der 1986 verstorbene Hubert Fichte. Er publiziert in Massenmedien und Subkulturmagazinen, in Rundfunk, Kleinverlagen und wissenschaftlichen Zeitschriften; neben traditionellen literarischen Formaten stehen Kritiken, Reportagen, Interviews, Hörstücke und Features. Dabei radikalisiert Fichte das Formpotenzial dieser vielgestaltigen Schriftstellertätigkeit zu einer Poetologie der (medialen, thematischen, ästhetischen) Grenzüberschreitung.
Doch so singulär diese multimediale Produktivität heute erscheinen mag: Der Blick auf Hubert Fichtes Medien macht auch deutlich, unter welchen Bedingungen das Gefüge einer kontroversen Öffentlichkeit in der BRD ab den späten 1960er und bis in die 1980er Jahre – also kurz bevor die digitalen Medien deren Konturen zu verändern beginnen – funktioniert und wie es die in ihm möglichen Artikulationen formatiert hat.