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Jean-François Lyotard: Wozu philosophieren?

Jean-François Lyotard

Wozu philosophieren?

Übersetzt von Thomas Laugstien

Klappenbroschur, 96 Seiten

Wozu philosophieren? Wie nicht philosophieren?

Woher kommt die philosophische Sprache? Warum spricht sie? Unter welchen Bedingungen verschafft sie sich Gehör? In vier Vorlesungen, die er 1964 vor Studenten hält, vermeidet es Lyotard, auf die abstrakte Frage »Was ist Philosophie?« Antwort zu geben und wendet sich stattdessen der besonderen Frage zu: »Wozu philosophieren?«
Die Philosophie, so Lyotard, antwortet auf ein grundsätzliches Bedürfnis des Menschen: dem Begehren nach Sinn. Der Philosoph überlässt sich dem Begehren: einem Begehren, das eine Negativität, d.h. eine Abwesenheit als Bedingung hat, das niemals zur Erfüllung kommt und sich immer wieder in einer fortgesetzten Anstrengung erneuert. Philosophieren bedeutet nicht, sich in einen sich selbst genügsamen und definitiven Diskurs einzuschließen, sondern hellhörig zu werden für das latente Begehren in gesellschaftlichen Prozessen.
Der philosophische Diskurs kann nicht wirksam werden, ohne an das Begehren anzuschließen, das die Epoche beseelt. So enden Lyotards Überlegungen mit der Frage: »Wie nicht philosophieren?«

  • Verlust
  • Praxis
  • Sinn
  • Begehren
  • Sigmund Freud
  • Karl Marx
  • Zeit
  • Handeln

»Verständlich auch für diejenigen, die im postmodernen Jargon unbewandert sind, ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert. Es ist von besonderem Interesse für alle, die nicht nur philosophisch, sondern auch über das Philosophieren nachdenken möchten.« Dominik Hammer, fiph

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Jean-François Lyotard

Jean-François Lyotard

war einer der wichtigsten französischen poststrukturalistischen Philosophen. Er wurde durch seine Schriften zur Theorie der Postmoderne und Subjektkritik bekannt. Lyotard war von 1954–1966 Mitglied in der Gruppe »Socialisme ou Barbarie« von Cornelius Castoriadis. Ab 1966 Professor für Philosophie an der Pariser Universität Paris-VIII (Vincennes, Saint-Denis) und anderen Hochschulen (Sorbonne, Nanterre, CNRS). 1971 wurde er zum Docteur ès lettres promoviert. Er gründete das Collège International de Philosophie in Paris und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der European Graduate School.

»Das Begehren ist die Kraft, die Anwesenheit und Abwesenheit zusammenhält, ohne sie zu vermengen.«

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