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Sandra Bärnreuther, Maria Böhmer, ...: Editorial: Feierabend? (Rück-)Blicke auf »Wissen«
Editorial: Feierabend? (Rück-)Blicke auf »Wissen«
(S. 7 – 16)

Sandra Bärnreuther, Maria Böhmer, Sophie Witt

Editorial: Feierabend? (Rück-)Blicke auf »Wissen«

PDF, 10 Seiten

  • Wissenschaftstheorie
  • Wissensgeschichte
  • Wissen

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Deutsch

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Sandra Bärnreuther

Sandra Bärnreuther

ist Assistenzprofessorin am Ethnologischen Seminar der Universität Luzern und Leiterin eines SNF-AMBIZIONE-Projekts zu Prozessen der Digitalisierung und Finanzialisierung im indischen Gesundheitssektor. Ihre frühere Forschung über Reproduktionsmedizin in Indien wird 2021 als Monographie bei Cornell University Press erscheinen. Von 2016 bis 2020 war sie assoziiertes Mitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens« der ETH und Universität Zürich.
Maria Böhmer

Maria Böhmer

ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Sie ist Mitglied des erweiterten Direktoriums des Zentrums »Geschichte des Wissens« der ETH und Universität Zürich und Lehrbeauftragte für Medical Humanities an der Universität Freiburg (CH). Sie hat zur Psychiatriegeschichte publiziert (The Man Who Crucified Himself : Readings of a Medical Case in Nineteenth-Century Europe, Leiden/Boston 2019) und forscht derzeit zur Geschichte der Tiergesundheit an der Schnittstelle von Veterinärmedizin, Landwirtschaft und Futtermittelindustrie in der Schweiz im 20. Jahrhundert.
Sophie Witt

Sophie Witt

ist Professorin für Literaturwissenschaft, ins. Wissenskulturen und Interdisziplinarität an der Universität Hamburg und verantwortlich für den Bereich »Körper, Gesundheit, Gesellschaft« im Studiengang Liberal Arts & Sciences.
Weitere Texte von Sophie Witt bei DIAPHANES
Sandra Bärnreuther (Hg.), Maria Böhmer (Hg.), ...: Nach Feierabend 2020

Spätestens seit den 1980er Jahren hat sich rund um die Frage, wie Wissen hergestellt, zirkuliert und vermittelt wird, eine vielfältige, interdisziplinäre und internationale Forschungslandschaft herausgebildet. Das 2005 eröffnete Zürcher Zentrum »Geschichte des Wissens« hat diese Diskussionen maßgeblich mitgeprägt. Fünfzehn Jahre später werfen wir (Rück-)Blicke auf das Wissensparadigma aus verschiedenen disziplinären Perspektiven.

 

Dieser letzte Band des Zürcher Jahrbuchs für Wissensgeschichte diskutiert unterschiedliche Genealogien, die für die Karriere von »Wissen« herangezogen werden können, wie etwa den Aufstieg der »Wissensgesellschaft«, die Abgrenzung zur Wissenschaftsforschung, die Etablierung der Kulturwissenschaften. Was waren und sind die Großwetterlagen, Dringlichkeiten, Motivatoren? Aber auch: Was waren und sind die blind spots in der Begeisterung für »Wissen«? Und wo wird die Wissensgeschichte verabschiedet?

 

Und jetzt? Feierabend? Die Beiträge in diesem Band evaluieren Wissensforschung nicht nur kritisch und rückblickend, sondern fragen mit Blick auf Gegenwarten und mögliche Zukünfte, wie sich unser Verständnis von »Wissen« verändert und welche Forschungsfragen und -zugriffe sich eröffnen oder (neuerlich) aufdrängen – in Zeiten von post-truth und fake news, der Allgegenwart des Digitalen sowie aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen etwa durch Klimawandel oder Migration.

 

Mit Beiträgen von Sandra Bärnreuther, Sabine Baier, Maria Böhmer, Cornelius Borck, Flurin Condrau, Monika Dommann, Anna Echterhölter, Kijan Espahangizi, Mareile Flitsch, Michael Hagner, Caspar Hirschi, Andreas Isler, Thomas Kaiser, Andreas B. Kilcher, Alexis Malefakis, Susanne Michl, Nicolas Pethes, Maike Powroznik, Philipp Sarasin, Max Stadler, Marianne Sommer, Rebekka Sutter, Jakob Tanner, Martina Wernsdörfer, Christa Wirth, Sophie Witt, Monika Wulz.

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