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Joseph Mitchell: McSorley’s Wonderful Saloon

Joseph Mitchell

McSorley’s Wonderful Saloon
New Yorker Geschichten

Übersetzt von Andrea Stumpf und Sven Koch

Gebunden, 416 Seiten

»Der beste Reporter, der je für den New Yorker schrieb«

Ein Besuch auf einer Schildkrötenfarm, die einen Großteil des nordamerikanischen Bedarfs an Schildkrötenfleisch deckt; das Porträt einer seit 1854 bestehenden New Yorker Kneipe; ­schwindelfreie Indianer im Stahlhochbau; findige Nichtstuer, hochbegabte Kinder, Muschelfischer und bärtige Damen; eine Schilderung der Institution »Beefsteak«, einem Begängnis, bei dem es ums Vertilgen ungeheurer Mengen Fleisch geht; der fundamentalistische Straßenprediger, der das Telefon für seine Zwecke entdeckt hat, oder Captain Charleys Museum für intel­ligente Menschen: Joseph Mitchells Geschichten, Porträts, Reportagen und Erzählungen sind längst Klassiker amerikanischer Literatur.
 
Mitchell ist ein begnadeter Zuhörer, der vor allem die von ihm Porträtierten selbst zu Wort kommen lässt. In seinen »teilnehmenden Beobachtungen« verbindet sich Sachlichkeit mit literarischer Anschaulichkeit der Beschreibung, subjektivem Humor und scharfer Beobachtungsgabe. Immer wieder zieht es ihn zu den Käuzen, Exoten und Exzentrikern seiner Stadt. Mit Hingabe widmet er sich aussterbenden Milieus, Phänomenen, die alsbald der Vergangenheit angehören werden, und immer wieder dem pulsierenden Leben der Hafenstadt New York.

Joseph Mitchells legendäre Reportagen gehören zur Ge­schichte New Yorks, sie lesen sich wie Bohrungen in einer heute verschütteteten Zeitschicht jener Stadt, die mehr als alle anderen die Moderne verkörpert. Die hier versammelten Geschichten sind in den Jahren 1938 bis 1955 im Magazin New Yorker erschienen. Für das deutsche Publikum weitgehend Neuland, eröffnen sie dem Leser ungeahnte, beglückende literarische Entdeckungen.

Inhalt
  • 7–28

    Old House at Home

  • 29–46

    Mazie

  • 47–58

    Mit einer Kuh am Kopf getroffen

  • 59–78

    Professor Möwe

  • 79–98

    Beduselt und besudelt

  • 99–116

    Lady Olga

  • 117–128

    Ein Abend mit einem hochbegabten Kind

  • 129–148

    Ein Sportsfreund

  • 149–158

    Die Höhlenbewohner

  • 159–180

    Der Zigeunerkönig

  • 181–228

    Die Zigeunerinnen

  • 229–242

    Der Taubstummen-Club

  • 242–252

    Santa Claus Smith

  • 252–266

    Der Fluchgegner

  • 267–278

    Nachruf auf eine Spelunke

  • 279–292

  • 293–318

  • 319–330

    Essen, bis Sie platzen – für nur fünf Dollar

  • 331–344

    Ein Haufen Muscheln

  • 345–358

    Genau wie Affenhoden

  • 359–364

    Auf Wiedersehen, Shirley Temple

  • 365–372

    Trocken

  • 373–376

    Die freundliche alte Blondine

  • 377–382

    Ich wurde nicht schlau daraus

  • 385–394

    Der Untergang des Faschismus im Black Ankle County

  • 395–404

    Schuld ist Mamma

  • 405–412

    Uncle Dockery und der eigenwillige Stier

  • USA
  • New York
  • New journalism
  • 20. Jahrhundert
  • Reportagen

»Joseph Mitchell widmet sich den Rändern der Gesellschaft. Und er tut das mit Humor und in einem bestechend klaren Stil.« Jungle World

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Joseph Mitchell

Joseph Mitchell

wurde in Iona (North Carolina) geboren. Im Alter von 21 Jahren kam er einen Tag nach dem Börsenkrach 1929 nach New York und begann seine journalistische Laufbahn als Kriminalreporter bei verschiedenen Tageszeitungen. Er gilt als Mitbegründer des New Journalism. Als Chefreporter des New Yorker wurde er zur lebenden Legende. Nach seiner Reportage »Joe Gould’s Secret« (1964) veröffentlichte er bis zu seinem Tod keine Zeile mehr, suchte jedoch täglich sein Büro auf.

Weitere Texte von Joseph Mitchell bei DIAPHANES

»Old John hielt es für ein Ding der Unmöglichkeit, dass ein Mann in Gegenwart einer Frau in Ruhe sein Ale trinken kann, und obwohl die Kneipe über ein schönes Hinterzimmer verfügt, konnte man lange Zeit auf einem Schild an der Eingangstür lesen: ›Achtung. Kein Hinterzimmer für Damen‹.«

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