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Burkhard Meltzer: Dubiose Begegnungen
Dubiose Begegnungen
(S. 243 – 264)

Dubiose Begegnungen

Burkhard Meltzer

Dubiose Begegnungen
Über unauffällige Ausstellungssituationen

PDF, 22 Seiten

Die Arbeiten des britischen Künstlers Sean Edwards bewegen sich mit Anordnungen aus Verpackungen oder Materialresten oft in fragiler Balance zwischen Auffälligem und Unauffälligem. Es geht dabei um unterschiedliche Formen des Ausstellens, die uns vor allem aus dem Alltag vertraut sind. Installationen der zeitgenössischen Kunst wirken oft beiläufig arrangiert oder wie zufällig aus einer Alltagssituation entstanden. Gleichzeitig handelt es sich bei institutionellen Ausstellungen um einen Rahmen, der alles auffällig werden lässt. Unauffällige Konstellationen erscheinen hier geradezu dubios. In diesen Situationen wird weniger eine Institution in Frage gestellt, als vielmehr der Effekt des Unauffälligen selbst thematisiert.

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Burkhard Meltzer

lebt in Zürich. Von 1998 bis 2003 studierte er Fotografie in Dortmund und Zürich. Von 2003 bis 2007 Mitarbeit im kuratorischen Team der Neuen Kunst Halle St. Gallen, seit 2007 Tätigkeit als freier Kurator. Seit 2006 ist er Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Als freier Autor äußert er sich in Magazinen wie kunstbulletin, frieze magazine, spike sowie in Buchpublikationen zu Themen der Gegenwartskunst. Seit 2008 forscht er zur Rolle des Designs in der Gegenwartskunst am Institut für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste.

Kathrin Busch (Hg.), Burkhard Meltzer (Hg.), ...: Ausstellen

In diesen Diskussionen über die materielle Bedingung von kulturellen Praktiken ist die ästhetische Dimension der Dinge zunehmend in den Hintergrund geraten. Als Mitakteure in Handlungsverbünden scheinen Dinge ganz in ihrer praktischen Bedeutung aufzugehen. Was dabei vernachlässigt wird, ist zum einen, dass ihre Wirksamkeit nicht abzulösen ist von ihrer ästhetischen und affektiven Kraft, und zum anderen, dass Stillstellung und Passivierung von großer Bedeutung für jegliche Formen von Praxis und ihrer Spielräume sind. Diesen Momenten der Abweichung und Potentialität wird in den Künsten mit Verfahren der Neutralisierung von Praxis – wie Ausstellen, Vorführen, Proben oder Modellieren – Raum gegeben.

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